Mosaik-Stiftung

Einsatz für kultursensible Bildung 

Plan International /Sven Cocu

Warum gibt es die Mosaik-Stiftung?

Es gab nicht den einen besonderen Auslöser für die Gründung der Mosaik-Stiftung. Vielmehr beruht die Gründung auf einer Reihe von Erfahrungen, die wir gemeinsam machen durften. Auf unseren zahlreichen Reisen und Arbeitsaufenthalten im außereuropäischen Ausland haben wir immer wieder Menschen kennenlernen dürfen, die mit ihrem Engagement vor Ort Bildungschancen junger Menschen nachhaltig verbessert, die mit ihrem Einsatz einen Unterschied gemacht haben. Das hat uns beeindruckt und geprägt. Das wollten wir auch – und so entstand der Wunsch, eine eigene Stiftung mit genau diesem Ziel zu gründen.

Für was setzt sich die
Mosaik-Stiftung ein?

Die Mosaik-Stiftung möchte Projekte unterstützen, die sich kultursensibler Bildung verschrieben haben. Das bedeutet für uns, mit vorhandenem Wissen und vorgefundenen, bewährten Strukturen zu arbeiten, um langfristig einen Fortschritt für junge Menschen und ihre Umwelt vor Ort zu erzielen. Dies können wir nur erreichen, wenn eine Kommunikation auf Augenhöhe gelingt.
Mit der Stiftung Hilfe mit Plan und der Kinderhilfsorganisation Plan International haben wir erfahrene Partner an unserer Seite, die eine reibungslose Kommunikation mit ausgewählten Projekten und den Menschen vor Ort ermöglichen.

Wer steht hinter der Mosaik-Stiftung?

Die Mosaik-Stiftung ist eine Treuhandstiftung, die 2018 von uns, Michael und Wiebke von Hinden, in Hamburg unter dem Dach der Stiftung Hilfe mit Plan ins Leben gerufen wurde. Beruflich und privat haben wir uns immer wieder mit Interkulturalität beschäftigt; im rechtlichen, kunsthistorischen und pädagogischen Bereich. Stets interessierte uns die Frage, auf welche Weise, Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen auf Augenhöhe Erfolg haben könne und welche Rolle Bildung und das Lernen vom jeweils Anderen dabei spielen könne. Mit Plan International haben wir einen ausgesprochen erfahrenen und seriösen Partner gefunden, der jene Form der kultursensiblen Bildung vertritt und uns sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Auswahl der Projekte tatkräftig unterstützt.

Warum heißt die Stiftung
Mosaik-Stiftung?

Für uns ist ein gelungener Prozess nicht so sehr mit einem klar vorgegebenen Weg zu vergleichen. Vielmehr haben wir die Entstehungsweise eine Mosaiks im Kopf, wenn wir an die Umsetzung eines Projektes denken: Ein Mosaik setzt sich aus verschiedensten kleinen Teilen zusammen. Jedes noch so kleine Teil ist wichtig und darf nicht fehlen. Die Anfertigung braucht Zeit und Geduld. Am Ende steht ein Bild, das als Ganzes wirkt. So betrachten wir auch die Arbeit unserer Stiftung: Die abgewogene Kombination von zahlreichen (manchmal kleinen) Impulsen, Wissen, Menschen, Ideen, Kreativität, Können und äußeren Bedingungen führen zu einem gelungenen Ganzen, das immer das Ziel kultursensibler Bildung verfolgt.

In welchen Ländern hat die Mosaik-Stiftung Projekte gefördert?

Die Mosaik-Stiftung war von 2018-2022 in Ruanda, und zwar in den Regionen Bugesera und Nyaruguru aktiv. Dort haben wir das Projekt Gute Bildung für Kinder gefördert. Durch die Renovierung und Ausstattung von Schulen, Fortbildungen für Lehrkräfte und Einrichtung von Vorschulen konnten 900 Schülerinnen und Schüler über Kinderrechte aufgeklärt werden. 100 Lehrkräfte haben an Fortbildungen zum Kinderschutz teilgenommen. 96 Teenager-Mütter konnten eine Ausbildung abschließen und 250 Väter wurden aktiv in die Kinderbetreuung involviert.

Von 2019-2022 hat die Mosaik-Stiftung außerdem in Nepal, und zwar in Karnali, das Projekt Sicheres Lernen in abgelegenen Bergregionen unterstützt. Bei diesem Projekt ging es vor allem darum, jungen Menschen einen gesicherten Zugang zu Schulen oder mobilem Unterricht in entlegenen Gemeinden zu gewährleisten. Leseförderung unter Einbeziehung der Eltern, Fortbildungen für Lehrkräfte und Bereitstellung von Unterrichtsmaterial stellten einen weiteren Schwerpunkt dar. 

Welche Projekte fördert die
Mosaik-Stiftung aktuell?

Aktuell engagiert sich die Mosaik-Stiftung für das Projekt Vorschulen für Kambodscha, in Kambodscha, und zwar in den Regionen Stung Treng und Ratanakiri. Ziel dieses Projektes sind der Zugang zu frühkindlicher Förderung für mehr als 1000 Kinder und die verbesserte Hygiene zur Vermeidung von Krankheiten an Vorschulen. Hierfür sollen 25 Vorschulen gebaut, vier Vorschulen renoviert werden und Spielplätze errichtet werden.

Gibt es Pläne für die Zukunft der Mosaik-Stiftung?

Die Mosaik-Stiftung wird sich weiter für die kultursensible Bildung im Einsatzgebiet der Projekte von Plan International engagieren. Gleichzeitig fänden wir es wünschenswert, wenn wir künftig mit der Mosaik-Stiftung auch die Bildung von Menschen in den Blick nehmen könnten, die aus der Welt zu uns gekommen sind. Dabei könnten wir uns vorstellen, den Fokus von frühkindlicher Bildung auf höhere Bildung von geflüchteten Menschen zu legen. Wie bei der Arbeit an einem Mosaik sammeln wir hierfür Wissen, Impulse und Ideen, um mit Kreativität, Ausdauer und Geduld ein geeignetes Projekt ins Leben zu rufen.